20111117

Freiheit

Ich habe heute zu Mittag gegessen. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten nicht alleine. Sondern mit Anna, einer Freundin.
Wir waren in einem Restaurant neben der Schule und ich hatte solche Kopfschmerzen. Ich redete mir ein, wenn ich etwas äße, würden die Schmerzen vergehen.
Also dann... Backhendlsalat mit einer Semmel und einem Glas Wasser.

Im Anschluss eine halbe (oder viertel?) Sachertortenschnitte.
Ich konnte genießen - für einen Moment. (Die Kopfschmerzen vergingen auch!)


Dann kam es wieder.
Ich spürte, wie sich mein Bauch wölbte.

Wie mein Fett schwabbelte.
Gerade hat mein Vater mir ein Balisto in die Hand gedrückt, das ich sofort verdrückt habe. Und ich habe Schuldgefühle.

Ich bin nicht gesund.
Ich rede es mir manchmal ein, beweise mir aber anschließend das Gegenteil.


Nach der Schule rauchte ich eine Zigarrette. Es war schon dunkel und kalt.
Der Lehrer kam vorbei.
Ich lächelte ihn von weitem an.

"Na, Robyn", sagte er und blieb neben mir stehen.
Wir unterhielten uns etwas über den Redewettbewerb, an dem ich teilnehmen werde. Als er sich verabschiedete, sagte er noch; "Was habe ich dir geraten? Weniger rauchen, mehr essen." Er zwinkerte mir zu und ging.

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(Salvador Dalí!)

Ich nehme an einem Redewettbewerb namens "Sag's multi!" teil. Man muss eine Rede vortragen und das in zwei Sprachen. Teilnehmen können nur Jugendliche, deren Erst-/Muttersprache nicht Deutsch ist.
Das Leitmotiv lautet Lasst uns die Freiheit erobern!
Weitere Themenmöglichkeiten sind:

•    Frei sein heißt auch wissen und handeln.
  • Freiheit bedeutet für mich...

  • „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das
    Unmögliche versucht werden.“ (Hermann Hesse)

  • Wenn Träume fliegen lernen.

  • Die Qual der Wahl.

  • Freiheit um jeden Preis?

  • Ich fühle mich nicht frei...

  • Muss man für Sicherheit Freiheit aufgeben?

  • "Freiheit ist das Recht, nie lügen zu müssen." (Albert Camus)


  • Ich dachte zuerst; "Wie paradox das Leitmotiv doch ist. Wie kann man Freiheit erobern?"
    Ich muss zuerst eine 3 minütige Rede halten. (und das genau an dem Tag und genau zu der Zeit, zu der ich eigentlich Latein Schularbeit hätte... wooh...Freut mich nicht im Geringsten, ich mein's ernst! Schularbeiten nachholen ist zum Kotzen!)
    In der Rede muss ich zwischen Deutsch und Ungarisch (meiner Muttersprache) hin- und herwechseln.
    Ich habe mir für die kurze Rede überlegt auf eben diese Paradoxität des Leitmotivs einzugehen.
    Sollte ich weiterkommen, muss ich eine längere Rede (~ 10 Minuten) vorbereiten und diese dann ein paar Mal vortragen.
    Ich habe gerade ein paar Videos von dem Wettbewerb vom letzten Jahr gesehen und habe gemerkt, dass persönliche (vorallem tragische!) Geschichten erfolgreicher waren, als die bloße Präsentation von Eloquenz und einem ausgeprägten Wortschatz.
    Ein Mädchen, das von dem Tag, an dem ihr Vater starb, erzählte, wurde zum Beispiel mehrere Male im Fernsehen erwähnt.
    Da kam mir die Idee...
    Ich könnte genauso tragisch schreiben.

    Ich könnte genauso Menschen berühren.
    Ich könnte sie aufrütteln.
    Soll ich ihnen von den Fesseln erzählen, die mich jeglicher Freiheit berauben?
    Von dem Loch, in dem ich gefangen bin?


    Soll ich diesen Redewettbewerb als Sprachrohr verwenden?
    Wenn ich es tue, kommt alles heraus.
    Alles, vor jedem.

    Aber ich könnte Menschen berühren, mitreißen.
    Nichts reißt einen so sehr mit, wie das Leid anderer. Wie der Schmerz und sein Kampf.

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    B.A.L.L.E.T.B.I.T.C.H

    thats right

    mirrors

    Goddes

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    Ich werde mir überlegen, was mir noch zu den Themen einfällt.
    Und wenn ich zu keinem grünen Zweig komme...
    Dann enthülle ich.


    Love,
    Robyn

    P.S.: Scheiß-Waage hat heute morgen 1,5 Kilo mehr angezeigt als gestern. What the fuck? Runter geht es nur so mühsam und lahm und rauf geht es so schnell?!
    Das Wissen, dass das nur Wassereinlagerungen sind, ist nicht tröstlich.


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