20111204

Rausch & der Morgen danach

Das vierte Türchen (Adventskalenderaktion von Arya) widme ich Cassie.

 

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Wenn du dich in der Bloggerwelt wohl & zu Hause fühlst, oder es dir einfach gut tut, zu schreiben, dann bleib bitte. Ich lese deinen Blog sehr gerne und würde es auch gern weiterhin tun!



(mein Lieblingsmonat ♥)


Erstmal danke für die lieben Geburtstagswünsche! Es hat mich sehr gefreut!
Und, weil mich jemand danach gefragt hat, meine Rede war toll, ich bin im Finale! :D
(weiß nicht, ob ich das nicht eh schon gepostet hab... Naja, was soll's)


Gestern habe ich meinen Geburtstag gefeiert.
Die gestrigen Ereignisse sind alle in einen rötlichen Schleier gehüllt.
Ich weiß noch, wir sind um 10 bei einem Club angekommen.
Plan A.
"Wir haben einen Tisch für 20 reserviert."
"Wie alt seid ihr?"
"Vorgestern 21 geworden." Haha, klar!
"Und die anderen?"
"Alle über 18, glauben Sie ich gehe mit 17 jährigen Kindern feiern?!"
Türsteher wendet sich an eine Freundin. "Hast du einen Ausweis?"
Freundin scheißt sich an "...Nein..."
"Kein Ausweis..." (zu mir) "Wir lassen eh schon ab 17 rein..." (wieder zu ihr) "Also wie alt bist du?"
"Ähmm ämm, Ich werd in 2 Wochen 17, ehrlich!" Killerblick meinerseits."Also noch 16? Das ist zu jung." wieder zu mir "Du kannst eh schon vorgehen, den Rest kontrollier ich noch."
"Na, vergiss es. Alle oder keiner."
Dramatischer Abgang.

Ich nehm's der Kleinen nicht übel TU ICH SEHR WOHL im Nachhinein nicht.
Das nächste Mal nehme ich sie einfach nicht mit, so sieht's aus.




Da Plan B nicht vorhanden war, wanderten wir zuerst durch die Innenstadt, ins Bermudadreieck (ein Gebiet in der Innenstadt von Wien, wo in jeder Straße mindestens 10 Bars und Clubs sind. Wenn du da reingehst, verschwindest du im Strom der Nacht. Ähnlich wie das Bermudadreieck, daher der Name) und irrten herum. Keine Bar hatte Platz für 20 Leute.
Einer der Jungs schlug dann vor, dass wir in seine leerstehende Wohnung gehen könnten.
Zu trinken gab's genug, es waren noch 20 Flaschen Alkohol von der letzten Homeparty übrig.

Dann kam der Schleier.
Ich habe verdammt viel getrunken. Ich wollte nur besoffen sein, höhere Ansprüche hatte ich nicht.
Wir saßen auf einem Sofa und auf dem Boden und alberten herum.
Es sind ein paar Fotos entstanden.
Vorher-Fotos.
Nachher waren wir nicht mehr im Stande zu fotografieren.
Vodka Orange, Vodka Cola, Whiskey Cola, Prosecco.
Alles.
Mein Kopf wurde immer schwerer.
Aber ich konnte mich beherrschen. Mehr oder weniger.
Später kaum mehr.
Ich glaube, ich habe mit irgendjemandem rumgemacht.
Oh, wie ich es genoss, dass alles so leicht und so egal war!
Alles drehte sich, meine Lippen waren schwer, wie meine Augenlider. Ich schrieb SMS mit einer Freundin und musste eines meiner Augen zukneifen, damit ich überhaupt etwas sehen konnte. Die Buchstaben liefen vor mir weg.
Ich bin angeblich von einem Sessel gefallen. Sehr grazil.
Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viel Scheiße ich gelabert habe.


(Wenn's nur so wäre!)

Ich bin circa um 9 aufgewacht, der Prozess des Wiederauferstehens dauerte allerdings etwa eine Stunde.
In meinem Kopf drehte sich alles, immer noch. Und ich hatte Bauchweh.
Eine Freundin schlief bei mir, in der Zweitwohnung, und wartete geduldig, bis ich wieder am Leben war.
Ich zwang mich aufzustehen, rauszugehen, Kaffe zu trinken, Wasser zu trinken, Grüntee zu trinken.
Kühle Luft tat gut. Meine Hand zitterte.
In der U-Bahn, auf dem Weg nach Hause, fühlte ich mich komisch. Getrockneter Schweißgeruch hing in der Luft. Auf dem Boden waren die Reste irgendwelcher Getränke verteilt.
Geputzt hat hier wohl noch keiner. Sonst ist es nie so dreckig.

Kennst du das, wenn du aus dem Fenster eines Zuges siehst und direkt vor dem Fenster noch ein Zug steht und beide fahren los?
Es reißt dich ganz sanft auseinander.

Jetzt bin ich wieder am Leben.



Ich möchte wieder Struktur in meinem Leben.
Ich möchte meine Woche planen;

Montag:
6:30; aufstehen, fertig machen
7:15; zur Schule fahren
8:00 - 13:40; Schule
14:00 - 15:00; Training (falls sich eine schwere Schularbeit nähert/viele Hausaufgaben auf sind; Lernen in diesem Fall wird nach dem Theaterkurs trainiert)
15:25 - 17:05; Theaterkurs
~ 17:45 - 20:00; zu Hause ankommen & lernen
20:00 - 23:00; entspannen, ausruhen, spätestens um 23:00 schlafen gehen, ein Buch lesen

Dienstag:
6:30; aufstehen, fertig machen
7:15; zur Schule fahren
8:00 - 12:45; Schule
12:45 - 13:45; nach Hause fahren, entspannen
13:45 - 14:50; mit meinem Bruder lernen, selbst auch lernen
15:00; zur Schule fahren
15:25 - 17:05; Turnunterricht
17:05 - 18:45; Chinesisch
~ 19:15: nach Hause kommen
19:30 - 20:30; Hausaufgaben erledigen
spätestens 23:00; schlafen gehen

Mittwoch:
6:30; aufstehen, fertig machen
7:15; zur Schule fahren
8:00 - 12:45; Schule
12:45 - 13:45; nach Hause fahren, entspannen
13:45 - 15:00; lernen & Hausaufgaben machen
15:20 - 16:20; Training (falls viel zu lernen ist; Training erst nach Reli)
16:35; zur Schule fahren
17:05 - 18:45; Reli WPF (Wahlpflichtfach)
~19:15; nach Hause kommen
19:30 - 20:30; Hausaufgaben erledigen/Training
spätestens 23:00; schlafen gehen

Donnerstag:
6:30; aufstehen, fertig machen
7:15; zur Schule fahren
8:00 - 13:40; Schule
13:40 - 14:35; Pause. Lernen wenn wirklich nötig/entspannen
14:35 - 16:15; Kunst
16:15; Zu Ungarisch fahren
17:00 - 18:00; Ungarisch Muttersprachlicher Unterricht
18:45; zu Hause ankommen
19:00 - 20:30; Lernen & Hausaufgaben erledigen
20:30 - 23:00; entspannen & schlafen gehen

Freitag:
6:30; aufstehen, fertig machen
7:15; zur Schule fahren
8:00 - 13:40; Schule
~ 14:00 - 15:30; Training
16:00; zu Hause ankommen
16:15 - 17:00; dringende Hausaufgaben erledigen
danach keine Pläne - Zeit für alles
Samstag & SonntagAm Vormittag trainieren gehen, mind. 1 1/2 Stunden lernen.
Die restl. Zeit kann ich machen, was ich will.

Wie man sieht, steht da kein Wort von essen drin, weil ich eigentlich essen aus meinem Leben verbannen will weil ich hoffe, dass sich mein Essverhalten durch diesen Plan und die Struktur anpasst. Bzw dass ich den Hunger ignorieren kann.
Mein Gott, das ist doch krank.
Ich will ja eigentlich gesund werden, tief in mir will ich es so sehr.
Aber das muss mal an die Oberfläche kommen.
Und ich glaube, so bald wird das nicht passieren.

Nächste Woche versuch ich das und schaue, ob ich es auch wirklich durchziehen kann.
Wenn ja, kauf ich mir eine Tafel, schreibe den Plan drauf und hänge ihn mir in mein Zimmer.
Ich will Ordnung, Struktur, Disziplin.

Ich hoffe sehr, dass es funktioniert!
Drückt mir die Daumen!

Love,
Robyn



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