20120420

Fragile

Ich stehe auf diesem Dach, Wien liegt mir zu Füßen.
Es ist traumhaft schön.
Dieses Lichtermeer, der Alkohol zaubert sogar Wellen hinein.

Wie wäre es, wenn man einer Stadt den Strom abreht?
Wenn für eine Nacht alles dunkel wäre?
Nur für eine Nacht?
Die Straßenlaternen würden ausfallen.

Der Donauturm wäre nicht mehr beleuchtet (ist er es überhaupt?).
Aus den vielen Fenstern würde kein Lichtstrahl mehr auf die Straße fallen und die einsamen Wanderer noch einsamer machen.
Hätten wir Angst?
Was täten wir, wenn wir jemandem begegnen?
Schritte hinter uns hören?
Würden wir laufen? Stehenbleiben? Uns umdrehen?
Wäre es still?
Würde unser schwere Atem an den Mauern der Straßen wiederhallen?
Oder würden wir feiern?
Wie? Wenn wir nicht sehen, mit wem wir feiern.
Würden wir Waffen tragen?
Wovor sollten sie uns schützen?
Die Dunkelheit kannst du nicht erschießen.

Aber Wien wurde der Strom nicht abgedreht.
Und da in der Ferne steht das Riesenrad und das gigantische Karussel.
Ich bin ein paar mal damit geflogen.

Es war ein schönes Gefühl.
Es ist erstaunlich, wie schwindelig einem von nur einem einzigen Schritt werden kann.
Die Kante ist so nah, der Abgrund so dicht an meinen Füßen.

"...Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein", hat Nietzsche einmal gesagt.
Und er hatte recht.
Wie wäre das wohl, wenn ich noch einen Schritt gehen würde?
Eine kurze Zeit der Schwerelosigkeit, die mir vielleicht wie eine Ewigkeit vorkommen würde.

Würde ich mein Leben an mir vorbeiziehen sehen?
Würde ich all den edlen, wunderschönen Gedanken nachtrauern, die wie eine goldene Kette im Meer waren; Ich hätte sie sofort ergreifen müssen, denn sie wurden weggeschwemmt und ich sah sie nie wieder.
Würde ich meine Kindheit wiedererleben?
Den saftigen Duft von Gras riechen und den süßen Kugelhupf aus dem Kindergarten schmecken?
Den Geschmack von prallen Birnen und Melonen, deren Saft zwischen den Fingern klebt?

Dann die Schule, den Geruch von Büchern, die Tränen über schlechte Noten?
Herzklopfen, das ganze Kotzen, die Verzweiflung?

Den Geschmack der heißen Küsse, mal Honig, mal Lakritze.
Die Liebe, die ich doch in mir trage, egal wie verkümmert sie auch sein mag.

Und dann wäre der Aufschlag.
Und das wär's dann.
Mein kurzes Leben wäre zu Ende.
Von einer Sekunde zur Nächsten.
Ich wäre weg, ich könnte die Augen nie mehr öffnen.
Habt ihr schon mal darüber nachgedacht?

Es ist ein beängstigender, aber faszinierender Gedanke.


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Love,
R.

20120419

Random!

Oh, mein Gewicht macht mich fertig!
Ich bin zwar am selben Kilo aber mal eher an der oberen Grenze, mal an der unteren, aber immer schwankt es, auf und ab AARGH!

Ich esse etwas... Und im selben Moment bereue ich es zutiefst.
Ich denke immer im Nachhinein... Du hättest es ja kauen und wieder ausspucken können, herrgottnochmal!
Was ist das bloß? In jeder Sekunde meines Lebens wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dünn zu sein und im nächsten Moment denke ich "Oh, ein Kugelhupf... Na, der geht noch."

Ich verachte mich so.
Abgesehen davon habe ich Neuigkeiten, was die Männerwelt betrifft, aber ich kann jetzt nicht in Ruhe schreiben. Meine Familie umkreist mich Oo

Ich melde mich morgen!

Danke für euer Ohr! (Auge ;D)


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Ich hoffe, das hat motiviert :)
Ich geh mal trainieren!

Love,
R.

20120415

Saturday Night Fever

Es läuft wieder einigermaßen mit dem Abnehmen, die Leere in mir ist aber immer noch präsent.

Was Schule betrifft; Ich bin faul wie nie, ich muss mich langsam echt mal zusammenreißen. Es ist zwar bei weitem nicht kritisch aber ich will doch das Beste aus mir herausholen und mich nicht damit zufriedengeben "was sich halt ausgeht".

Uuund ich war gestern feiern.
Mit dem Sportler.

Wir waren beide wirklich gut gelaunt und tanzten wie wild, an sich war es ein super Abend. Allerdings gibt es da so kleine Details, die meine Laune ankratzten.
Ein weniger harmloses Ereignis war, dass wir vorher ein paar Freunde getroffen haben und auf dem Weg zu ihnen nahm ich seine Hand. So gingen wir eine Weile, bis er dann meine losließ.
"Wenn du das nicht in der Öffentlichkeit magst, sag's mir, das ist okay!"
"Nein, nein... Aber machen wir es noch nicht öffentlich."
Damit hätt' ich ja leben können.


Dann gab es da aber einen Kerl , der mich auf ziemlich widerliche Weise angemacht hat und uns dazu überreden wollte, einen Dreier mit ihm zu haben (?! Ich hoffe sehr, dass es am Alkohol lag...!). Er fragte dann, wie lange wir zusammen sind und der Sportler sagte sofort "Wir sind nicht zusammen."
Das war weniger angenehm.


Aber ich hatte am Ende des Abends schon so viel Alkohol intus, dass es mir egal war.
Dann, nach einem langen (feuchten ;D) Abschied sagte er "Vergiss nicht..." und zeigte auf mich und dann auf ihn.
"Was meinst du?"
Im Weggehen sagte er dann "Wir sind Freunde mit gewissen Vorzügen!"

Ich hoffe (wieder), es lag am Alkohol.


Und wenn nicht, habe ich zumindest mal meinen Spaß.
Den brauch ich nämlich.
Undzwar dringend.

Um es präzise auszudrücken: Ich werde ihn so bald wie möglich flachlegen.

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Ich hoffe, bei euch läuft's gut!
(Besser, als bei mir...)

Love,
R.

20120411

Triste Tage

Ich entschuldige mich für diese grauenhaft jämmerlichen Posts in letzter Zeit.
Aber mir geht es wirklich nicht gut.

Ich suche Trost im Fressen und ende dann als kümmerlicher Haufen, heulend vor dem Spiegel.

Ich muss aufhören!
Ich muss aufhören, dieses Anti-Gefühl, dieses grausame Garnichts, mit Kalorien stopfen zu wollen. Es ist schrecklich.
Ich habe in letzter Zeit wieder eine Vorliebe für's Heulen entdeckt.
Es ist besser, Schmerzen zu haben, als dieses widerliche, unendliche, tiefschwarze Garnichts zu empfinden.

Kennt ihr das?
Es ist, als wäre alles okay. Als wäre alles erträglich.
Nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders gut.

Geht so.
Aber wenn ich tiefer dahinter blicke, den Vorhang beiseite ziehe... Dann sehe ich es. Und es erschreckt mich, lässt mich erstarren. Es jagt mir Angst ein.
Es ist Nichts.
Und das ist das Angsteinflößendste.
Es ist Garnichts. Als wäre ich eine Tote, eine leere Hülle, ohne Inhalt, ohne Sinn, ohne Ziel.
Ich weiß nicht, ob hinter diesem Nichts noch etwas schlummert.
Aber wenn ja, dann ist es ein Vulkan. Und wenn er ausbricht, bringt er mich um.

Und ich versuche, das Nichts zu töten.
Ich kämpfe gegen Nichts.

Hoffen wir, dass ich den Kampf gewinne.


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Love,
Robyn

20120410

Welcome back...?

Hallo, Robyn. Wieder zu Hause? 
Ja.
Und, schön viel gefressen?
Ja.
Na, was sagt denn die Waage?
Ich weiß es nicht.
Und wieso nicht? Was ist aus "Ich wiege mich jeden Tag, um nicht die Kontrolle zu verlieren" geworden??
Ich trau mich nicht...
Achso... Und wieso denn nicht?

Weil ich Angst habe.

Wieso hast du denn Angst?
Weil ich zu viel gefressen habe.
Und wieso hast du zu viel gefressen?
Ich weiß es nicht.
Doch, du weißt es sehr genau. Du hast zu viel gefressen, weil du ein fettes, widerliches, undiszipliniertes Schwein bist, deshalb. Richtig?
Ja.
Und, was gedenkst du dagegen zu tun?

Weniger essen.

Nein. GAR NICHTS wirst du essen, du widerliches, fettes Schwein. Du undiszipliniertes Stück Scheiße, denkst du ernsthaft, dass du so deine Ziele erreichen wirst?! Sieh dich an! Seit Monaten steckst du an deinem Scheiß Gewicht fest, kein Gramm weniger! Was ist los mit dir, du fetter Kolloss? Du triefst ja schon, du fließt auseinander, so fett bist du, sieh dich an! Sieh hin, schau dir deine schwabbeligen Schenkel an, deinen wackelnden Bauch, diese ekelhaften, wurstartigen Arme! So willst du in kurzärmligen Oberteilen rumlaufen? So willst du einen Mann verführen? Du bist so naiv, niemand wird dich auch nur eines Blickes würdigen. Oder: Doch, sie werden dich ansehen und sie alle werden dankbar sein, dass sie nicht so fett und widerlich sind wie du. Und du bist es noch, die so oft vor dem Spiegel steht und sich einredet, sie sei ja gar nicht mal mehr so fett. Blödsinn. Sieh dich doch an! 
Schäm dich.
Schäm dich.


Kurzer Auszug aus den inneren Monologen, die in mir ablaufen, seitdem ich wieder zu Hause bin.

Hey, ich fühl mich klasse.

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Ich habe Ostern bei meiner Freundin in Ungarn verbracht und es war echt toll! Ich habe es so genossen!
Ich habe gegessen, getrunken, gelacht, gefeiert, als gäbe es nichts, was mich je unterkriegen könnte.
Es hat wirklich Spaß gemacht.
Wir waren jeden Abend feiern in dem kleinen Städtchen, in dem sie wohnt, haben uns vorher bei Tesco was zu saufen gekauft und einmal hat mich meine Freundin so sehr zum Lachen gebracht, dass ich mir buchstäblich in die Hose gepinkelt habe.
Aber nur ein bisschen ;)
Am Samstagabend war's am Besten: Zuerst in der Stadt ein bisschen rumhängen, dann ab zum Tesco, Alkohol zu Spottpreisen kaufen.
Auf dem Weg zum Bus meinte meine Freundin, sie müsse auf's Klo und da es in der Nähe nichts gab, wo man auf's Klo gehen könnte, erledigte sie ihre Sache auf einem Fußballfeld in der Nähe während ich Vodka mit Traubensaft mischte und mich vor Lachen kaum auf den Beinen halten konnte.
Dann gingen wir in eine Bar/Club (eine Kreuzung aus beidem, irgendwie) und meine Freundin nahm mich kurz beiseite, wir verzogen uns draußen auf den Bahnhof hinter der Bar und drehten einen Joint, den wir gleich darauf rauchten.
Der hat echt reingehauen.
Der Rest des Abends ist mir nur nebelig in Erinnerung, ich weiß noch, dass ich viel gelacht habe, dass alles eine schöne Einheit bildete und dass ich extrem große Lust auf Sex hatte. Irgendwann fand ich mich in den Armen eines Typen wieder, den meine Freundin sich mehr oder minder für mich ausgesucht hatte. Sie ist vorher noch zu mir gekommen und hat gemeint, ich gefalle ihm und ich sollte doch mal mit ihm rummachen, vielleicht sogar mit ihm nach Hause gehen.
Im Laufe des Abends wäre es fast auch dazu gekommen, aber sie hat mich dann am halben Weg zu seinem Haus angerufen und mir gesagt, ihre Mutter hätte sich plötzlich dazu entschieden uns abzuholen.
Am nächsten Morgen war ich ihr dafür auch sehr dankbar.

Blöd nur, dass ich es von meiner Großstadt gewohnt bin, dass ich jemaden, mit dem ich in der Nacht vorher im Suff rumgemacht habe, mit 99,99 Prozentiger Wahrscheinlichkeit nie im Leben wiedersehen werde (außer es war jemand, den ich kenne oder jemand aus der Schule und das kommt selten vor).
Nun, im Kaff ist das anders: Ich habe den Typen gleich am Tag darauf wiedergesehen, wir waren sogar zusammen feiern und meine Freundin hat versucht, uns zusammenzubringen und mich dazu zu überreden, mit ihm zu (mir fällt, den Umständen entsprechend, kein schönerer Ausdruck ein) vögeln.
Dazu ist es dann (gottseidank? Ich weiß nicht...) gekommen.

Und ich bin dezent notgeil.

Naja egal. So waren meine Ferien.

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Wer von euch hat das Fasten-Ziel erreicht?
Ich bin so ein scheiß Looser, dass ich mich nicht mal auf die Waage traue... Aber naja.

Fall down 7 times.
Stand up 8.

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Love,
R.

20120408

Ich lebe und fresse, hurra!

Hallo, meine Lieben!
Ich bin gerade bei einer Freundin in Ungarn, habe daher wenig Zeit und Möglichkeit zu posten, ich wollte nur mal kurz ein Lebenszeichen von mir geben :)
Ich esse viel zu viel, haltet mich auf!!


Ich melde mich am Dienstag!

Love,
Robyn