20120825

Fail

Ich bin ein Häufchen Elend. So wertlos, so unfähig, so verachtenswert und widerlich.
Ihr ahnt es vielleicht. Ich habe zugenommen. Undzwar nicht wenig.
In Kroatien gab es nur Frühstück und Abendessen und beides jeweils von 7 bis 9.
Und was tue ich? Koste einfach alles, esse von allem und nicht wenig. Dazu Rotwein, klar, damit die hämmernde Stimme in meinem Kopf, die mich vom Essen abhalten will, verstummt. Es hat nie vollständig funktioniert, obwohl ich fast jeden Abend, wenn auch nicht besoffen aber doch ordentlich beschwipst war.
Und jetzt bin ich wieder hier.
Der Gang zur Waage gleicht einem Kreuzweg.
Einen Fuß vor den anderen, ganz vorsichtig.
Ich weiß, dass es eine Zahl gibt, die ich noch gerade so ertragen könnte.
Habe diese Zahl im Kopf, konzentriere mich auf sie.
Mehr wird es nicht sein, das kann es nicht!
Tapfer steige ich auf die Waage.
Ich sehe, wie die Zahl wächst, immer weiter wächst und wächst.
Und dann bleibt sie gleich und mich trifft der Schlag.
Schnell runter und wieder raufsteigen, das kann nicht sein, so viel kann es nicht sein.
Doch es ist so, dieselbe Zahl erscheint und ich hasse mich.
Setze mich benommen, warte auf Tränen.
Auf einal steigt dieser unbeschreiblich überwältigeder Hass in mir auf.
Ein so qualvoller Drang, mich für meine Fehler zu bestrafen.
Ich ramme mir die Fingernägel in das Fleisch, ohrfeige mich, so fest ich kann und auf einmal breche ich in Tränen aus.
Ich bin so wertlos. So inkonsequent, so undiszipliniert, SO FETT.

Ich glaube, ich vergrabe mich jetzt unter meiner Decke, bade in Selbsthass und schmiede Pläne, wie ich es diesem fetten Miststück namens Robyn heimzahlen werde.
Wieso tue ich mir sowas bloß an?

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