20121011

Ohooo Fettsack bekommt Komplimente?

Ich habe weder Gutes noch Schlechtes zu berichten, was mein Gewicht angeht.
Obwohl.. Heute habe ich doch etwas zu viel Süßes gegessen. Weshalb ich ernsthaft in Erwägung gezogen habe, während dem Unterricht kotzen zu gehen. Was ich dann doch nicht getan habe, aus Angst, meine Tabletten könnten dann mit rauskommen.

Anyway.
Ich nehme nicht zu und nicht ab, was mich etwas verzweifeln lässt. Ich will dünner sein, ich muss dünner sein,  ich will, ich muss, ich will, ich will, ich will, ich muss!! 

Und doch: Gestern im Chemie Unterricht sieht mein Sitznachbar an mir herunter und sagt: "Du Robyn, du hast schon ordentlich abgenommen, stimmt's?"
Ich sehe ihn überrascht an. "Ernsthaft?"
"Ja! Eh schon seit einiger Zeit... Aber das sieht man voll. Steht dir gut!"
"Danke..."

Und jetzt gerade, ich stehe im Gang in der Schule herum, weiß nicht genau, was ich jetzt mit mir anfangen soll, weil ich zwei Stunden Pause habe, der Lehrer kommt vorbei.
Der Lehrer, der alles von mir weiß.
"Na, Robyn. Hast schon wieder ordentlich abgenommen!"
"Ich?!"
"Ja, klar. Bald bist du nur mehr ein Strich."
"Blödsinn, das ist doch übertrieben..."
"Nein, wirklich!"
"Naja... Ich geh dann mal in meine Klasse..."
"Und isst hoffentlich etwas!!"
"Klar..."

Komisch.
Waage, Waage, lügst du, oder lügen die anderen? Oder lüge ich mich selbst an?
 Was geht da vor?

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Love,

Robyn

Fettsack

Mein Leben ist gerade an einem Wendepunkt angelangt und das ist nicht in jeder Hinsicht positiv.

Mit meinem Gewicht und dem Essen, das ist so eine Sache. Es dominiert immer meine Gedanken, es ist immer da, immer sitzt etwas in meinem Hinterkopf und schlägt mit einer Keule um sich, bedroht mich, warnt mich, bestraft mich. Ich darf mich nicht wohlfühlen, das ist ein Privileg, das mir nicht zusteht, ich bin dazu verdammt, in jeder Sekunde meines Lebens das Gewicht, das immer zu viel sein wird, überall auf meinem Körper zu spüren. Und die kleinen, winzigen Momente, in denen ich mich einfach wohl und schön fühle, kleine Glühwürmchen, die so schnell gehen, wie sie kommen, sind mir immer seltener vergönnt. Ein Jammer...

Aber...

Ich habe einen Freund!
Ich habe ihn auf einem Konzert kennengelernt, Anfang Juli. Ein Freund meines Cousins. Obwohl... eher ein Bekannter.
Es war keine bedeutende Begegnung, nichts Magisches, nichts, das mit einer Filmszene zu vergleichen ist, nicht mal romantisch.
Ich war mit einer Freundin auf einem Konzert, das abgebrochen werden musste, weil es zu schütten begonnen hat. Nachdem wir es geschafft hatten, mit dem Sänger zu reden (ich hab sogar einen Handkuss bekommen - ich war ein richtiger kleiner Groupie) gingen wir auf die (Open Air!) Tanzfläche. Im Regen. Meinen Cousin habe ich rein zufällig getroffen, er war mit zwei Anderen unterwegs, einer von ihnen sollte mir später sehr nahe kommen. Und aus irgendeinem Grund wusste ich, dass die interessierten Blicke nicht ohne Folgen bleiben sollten.
Es ist schwer zu erklären, wieso, ohne dass ich arrogant und überheblich klinge. Ich weiß, dass ich bei Männern gut ankomme. Ich weiß wie ich was machen muss. Bei den meisten Männern reicht kurzer Kontakt, um genau zu wissen, welche Rolle ich spielen muss. Welche Bewegungen sie reizen.
Was bin ich heute für dich? Eine Tänzerin mit einer Schwäche für Naturwissenschaften? Zumindest scheinbar. Ich weiß, wie sich eine Tänzerin bewegt und, mit unprofessionellem Auge betrachtet, kann ich sie perfekt nachahmen.
Ich bin sehr groß, habe lange Beine, zarte Hände, lange Wimpern, dunkelrotes, wildes Haar, helle Augen... Und ich weiß, wie ich das einsetzen muss. Ich hasse meine Figur, die Statur, den ganzen überschüssigen Ballast in meinem Körper, aber ich weiß, wie ich das kaschieren muss, um bei Männern gut anzukommen.
Hier, bei ihm, war es etwas anders.
Ich hatte keinen "Heimvorteil", das Element der Überraschung hat mich überrumpelt. Als ich das Tippen auf meinen Schultern gespürt habe, mich umdrehte und meinen Cousin sah, war ich so froh, dass ich für einen Moment alle Fassaden und schweren, roten, Vorhänge vor meiner 24/7 Bühne fallen ließ. Und ab da macht Schauspiel keinen Sinn.
Ich wusste genau, dass er sich melden wird. Und das tat er. Via Facebook. (Weniger romantisch, aber was kann man sich denn heutzutage erwarten? Weiße Brieftauben?! Ich war zufrieden.)
Nach langem Hin- und Herschreiben, das gegen Ende täglich ziemlich oft stattfand, trafen wir uns in einem Café in Budapest. Wir redeten lange und er spielte ein cleveres Spiel. Offensichtlich fand er Gefallen an mir, offensichtlich fühlte er sich zu mir hingezogen, aber er tat nichts, um mir näher zu kommen. Nichts. Keine "unabsichtliche" Berührung, kein Näherrücken (obwohl es in dem Café kuschelige Sofas und außer uns nicht viel Kundschaft gab). Vor dem Einganstor zu meiner Wohnung standen wir dann und redeten... Und spielten. Er, immer noch an der Distanz-Methode festhaltend, und ich... Ich entschied mich, ihn zu foltern. Ich setzte all meine Waffen ein, all die verführerischen Blicke, die Mädchenhaften Hüftbewegungen, die weibliche, offene, liebliche Mimik, alles. Und er wurde schwächer und schwächer, seine Hände fanden bereits ihren Weg zu meinen Hüften, aber er behielt den letzten Funken Stärke, er küsste mich nicht.
Bis ich es dann satt hatte, ihn zu mir zog und den Kuss selbst in die Hand nahm.
Und seitdem treffen wir uns, wann immer wir können, schreiben jeden Tag, zu jeder Zeit und 'skypen' täglich bis zu 6 Stunden, bis spät in die Nacht.
Und ich bin glücklich mit ihm.
(Kleiner Exkurs: Mein Cousin weiß von dem Ganzen nichts und hat nur gesehen, dass er mich auf Facebook geadddet hat. Daraufhin hat er ihn das nächste Mal, als sie sich gesehen haben, darauf aufmerksam gemacht, dass ich seine kleine Cousine bin und er sich, aus zahlreichen guten Gründen, unter anderem der Entfernung und dem Altersunterschied, von mir fernzuhalten hat. Ups. Hat nicht ganz geklappt.)
Er weiß immer noch auf das kleinste Detail genau, was ich bei unserem ersten Date anhatte... :)

Es ist schade, dass er so weit weg wohnt.
Zurzeit ist er die einzige Quelle meiner Zufriedenheit, sonst gibt es hauptsächlich Stress, Ärger, noch mehr Stress, Enttäuschung, noch mehr Ärger... Ach, ich weiß nicht... Wirklich nicht...


Wie geht's euch, meine Lieben? Bald kommt der Winter, freut ihr euch auf die kuschelige Zeit oder sehnt ihr euch nach heißen Sonnenstrahlen? :)
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М


Love,
Robyn

20121002

Herbstdepression + Ich wurde getaggt :D

Ich wurde getaggt! Tatsächlich! Und das, obwohl ich in letzter Zeit so ein blödes Arschloch war und euch so vernachlässigt habe... Danke, Anouk!

Regeln:
- Jede getaggte Person erzählt 11 Dinge über sich selbst.
- Außerdem müssen die 11 Fragen vom Tagger beantwortet werden.
- Du musst 11 weiter Fragen stellen, an die Blogger die du taggen willst.
- Dann musst du 11 weitere Blogs mit weniger als 200 Lesern auswählen und sie informieren.
- Zurücktaggen ist nicht erlaubt!

11 Dinge über mich:
1. Ich liebe rote Haare, ich habe vor kurzem meine Haare kupferrot gefärbt und hatte lange feuerrotes Haar.
2. Ich mag Aufmerksamkeit, aber zu lange im Mittelpunkt stehen ist mir unangenehm.
3. Die Bühne ist meine Welt! Ich liebe es, in eine Rolle zu schlüpfen und sie dann zu präsentieren. Dann gehe ich richtig auf.
4. Ich liebe Bücher, komme aber  viel zu selten zum Lesen.
5. Ich glaube, ich habe gerade eine Fernbeziehung.
6. Ich sehne mich nach Unabhängigkeit und merke gar nicht, wie abhängig ich eigentlich schon jetzt von gewissen Dingen und Leuten bin.
7.  Ich liebe dicke Wollwesten. 
8. Mein Ballkleid dieses Jahr möchte ich selbst nähen und designen. Falls das nicht irgendwie zur Katastrophe wird.
9. Ich liebe meine Schule und habe irrsinnige Angst vor der Matura. Nicht weil's eine Mega Prüfung ist, sondern weil ich dann die Schule nie mehr aus der selben Perspektive sehen werde. ):
10. Ich reise so gerne! Ich möchte jeden Kontinent bereisen und nach der Matura ein Jahr als Au Pair im Amiland verbringen :D
11. Ich freue mich auf den Rest meines Lebens. Wie lang auch immer er sein wird, ich erwarte ihn mit offenen Armen! 



Fragen von Anouk:
1. Was geht dir gerade durch den Kopf?

Meine heutige Tagesplanung. Bloggen - Französisch Hausübung schreiben - Duschen - Wohnung besichtigen - Treffen von einem Ausbilgungsprogramm, an dem ich Teil nehme - Heimgehen - Hausübung - Skypen - Schlaufen.
2. Was bedeutet dir Musik?
Sehr viel. Ich bin zwar für Instrumente zu faul und habe kein Klavier, was ich aber sehr gern mal ändern würde, aber ich liebe singen. Und ohne Musik, die mich durch den Tag begleitet, wäre ich verloren 
3. Wie wichtig ist dir deine Familie?
Meine Mutter, mein Bruder und meine Großmutter sind mir unglaublich wichtig, auch wenn sie mich manchmal verrückt machen. Zu meinem Vater habe ich eine schlechte Beziehung. 
4. Dein größter Wunsch?
Glück und Gesundheit für mich und meine Familie.
Ein Leben zu führen, das Spuren hinterlässt.

5. Viele ganz gute Freunde oder wenig sehr gute Freunde?
Wenig sehr Gute!
6. Lieber eine gute Figur und hässlich oder dick, aber sehr hübsch?Schwierig... aber ich glaube, es kommt auf den Charakter an. (Aber eigentlich: dick aber sehr hübsch)
7. Lieblingsjahreszeit?Sommer und Herbst. Und manchmal Winter und Frühling. Und manchmal alles, und manchmal gar nichts. Gerade jetzt sind's Sommer und Herbst  :)

8. Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
Nah.
9. Was magst du an dir am meisten?
Mein Haar (wenn es nicht schon wieder so brüchig ist), meine Finger, meine Nägel, meine Wimpern, meine Augen und das kleine Muttermal auf meiner rechten Brust :) 
10. Was ist das Schönste, was du je gesehen hast?
Ich sehe so viele schöne Dinge, dass ich jetzt gar nicht beurteilen könnte, welches das Schönste war. Ich kenne viele Menschen, die ich schön finde. Ich habe viel in der Natur gesehen, das schön ist, den Großglockner, den Plattensee, Lake Michigan, das Mittelmeer, den Ozean, viele Wälder, die Donau, den Tiber, Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge. In der Architektur gibt es auch so viele Schönheiten, Rom, Chicago, Milwaukee, Wien, Budapest. Es gibt so viel Schönes auf dieser Welt! 
11. Denkst du, dass du eine gute Freundin bist?Ich tu mein Bestes. Ich hoffe es! Ich habe immerhin (unter anderem!!) ein Wochenende mit meiner Fernbeziehung für eine Freundin geopfert.

Die weiteren Regeln erfülle ich im nächsten Post, ich muss mich erstmal wieder in die Blogger Welt einleben...
Um ehrlich zu sein: es geht mir nicht gut, gar nicht.
Ich vernachlässige euch, meine Lieben, die ihr so treu seid und trotzdem bei mir bleibt, nicht weil ich viel zu tun habe. Zeitmangel ist auch ein Faktor, aber nicht der einzige Grund.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist.
Ich lache, ich weine ab und an, ich habe Freunde und soziale Kontakte, ich habe sogar einen Freund!
Ich gehe fort, ich bin viel unterwegs, ich rede mit Menschen, ich helfe, wo ich kann.
Aber ich will nicht.

Der Wunsch, mich einfach in mein Bett zu verkriechen und den ganzen Tag dortzubleiben, wächst stetig in mir.
Ich blogge so selten, meine lieben, treuen Leser, weil ich das Gefühl habe, ich kann nichts mehr sagen. Ich habe nichts Interessantes zu erzählen.
Es ist wie ein dunkler Mantel, der sich langsam und schwer auf meine Schultern legt. Ich kann keine Gedichte, kaum Texte schreiben, es fällt mir so schwer. Hausaufgaben! Eine einzige Qual.
Ich will keinen Opinion Essay zu irgendeinem bescheuerten Thema schreiben.
Ich habe im Moment doch alles, wieso bin ich nicht glücklich??
Ich sollte glücklich sein, ich sollte zufrieden sein, was ist bloß los mit mir?
Ein falsches Wort und ich breche in Tränen aus.
Es können ganz banale Dinge sein.
Ich bin so leer, ich fühle gar nichts, ein Rohr, durch das ein Wind geht und es gibt einen hohlen, dummen Ton von sich.

Ich fühle mich dumm und unwichtig, obwohl ich weiß, dass ich das nicht bin.
Ich habe den Geschmack von Leben nicht mehr im Mund. Früher sog ich den süßen Saft jedes Momentes aus ihm heraus, ich schluckte ihn gierig oder ließ ihn genießerisch auf der Zunge zergehen. Ich sog jede Sekunde so sehr aus, dass nur noch eine verschrumpelte, trockene Schale von ihr übrig blieb.
Und jetzt? Ich kann es kaum erwarten, bis der Moment endlich vergeht.
Ich sehe die kleinen Dinge nicht mehr, das viele Schöne.
Ich versuche mit dem Lehrer zu reden, aber er hat wenig Zeit und ich habe wenig in mir, das ich von mir geben könnte. Es tobt, aber es ist nicht viel. Aber es will raus. Manchmal wächst es plötzlich und überwältigt mich. Und dann schrumpft es und hinterlässt dumpfe, hohle, dumme Leere.
Und ich esse.
Ich fühle mich leer, versuche die Leere zu füllen, fresse, kotze, fühle mich leer.
Ein Teufelskreis. Sicher nichts Neues für euch.

Mir geht es nicht gut, und das ist keine momentane Laune.
Das ist seit Monaten so.

Ich verstehe Veronica.

Love,

R.